Pressemitteilung
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Drei Engel für Ali: Multikulti-Satire auf der Kölner Immisitzung
Türkische Hausfrauen retten die Welt, japanische Touristen begegnen kölschen Lappenclowns und die Bundeswehr kämpft mit Sprachproblemen: Kölns internationalste Karnevalssitzung feiert am 26. Januar im Bürgerhaus Stollwerck Premiere.
Köln, 6. Januar 2012 - Der Fischer Nikos ist mächtig sauer. Er hat von oberster Stelle den Auftrag erhalten, Griechenland zu retten – und das ganz ohne Ouzo. So beginnt eine von vielen witzigen und gewitzten Nummern auf der diesjährigen Immisitzung, die am 26. Januar im Bürgerhaus Stollwerck in der Kölner Südstadt Premiere feiert. Berlusconi, Baustellen-Chaos, Bundeswehr-Reform mit Sprachproblemen: Das zweieinhalbstündige Programm zieht die Ereignisse des Jahres gekonnt durch den Kakao und würzt seine Sketche und Lieder reichlich mit kleinen, feinen Spitzen.
Immisitzung, das steht zum einen für Imis, wie Zugereiste in Köln heißen, die nur „imitierte“ Kölner sind. Zum anderen steht es für Immigranten – und die bilden, anders als oft im Kölner Karneval, die Mehrheit im Künstlerensemble: Schauspieler, Musiker, Tänzer und Puppenspieler kommen aus so entlegenen Gegenden wie Brasilien, Italien, den USA, Griechenland und Schlebusch. Ein Mix, bei dem zwangsläufig Fragen des Zusammenlebens zwischen den Kulturen aufkommen - und zu Sketchen verarbeitet werden, die überraschende Antworten liefern.
Berlsconi bekommt keine Bunga Bunga
Ohne zu viel zu verraten: Die Copacabana kommt auf der Immisitzung nach Köln in Form eines japanischen Touristen. „Drei Engel für Ali“ retten aus Ehrenfeld die Welt. Ex-Partypräsident Berlusconi versucht, eine Bunga-Bunga aufzuziehen. Und unter dem Motto „Die Stadt Köln baut“ machen sich die Immis kurzweilig über die langwierigen Bauarbeiten der Stadt lustig.
Auch musikalisch hat die Immisitzung wieder eine Menge zu bieten. Ans Mikrofon tritt etwa ein Banker in Nadelstreifen, der im Angesicht der Schuldenkrise aus seinem Leid ein Lied macht. Ein Dutzend neuer Songs haben die Immis arrangiert, zum Teil aus eigener Feder, zum Teil als geschickt neu geschriebene Version bekannter Hits.
Der Kölner Karneval spielt natürlich während des gesamten Programms eine Schlüsselrolle. Und das oft aus ganz neuer Perspektive und mit neuem musikalischen Akzent. Geklärt wird unter anderem die Frage, was eine Jeckin bis Karnevalsdienstag auf jeden Fall erlebt haben muss.
Getreu dem Motto: „Jede Jeck is von woanders“, wird auf der Immisitzung wieder alles integriert – und die Karnevalisten auf der Bühne nehmen auch sich selbst auf den Arm. Wer kurzweilige und gehaltvolle Unterhaltung im Kölner Karneval sucht, ist bei der Immisitzung genau richtig – ganz gleich ob Kölner oder Imi.
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Die Immisitzung
...ist eine Sitzung im Kölner Karneval im Stil einer kabarettistischen Nummernrevue. Das zweieinhalbstündige Programm geht satirisch dem gesellschaftlichen Treiben und dem Karneval aus Sicht der Zugezogenen, auf Kölsch „Imis”, auf den Grund. Selbst erklärtes Ziel der Veranstaltung ist es, die Integration von Immigranten in den Kölner Karneval zu fördern - für sie steht das zweite „M” im Namen „Immisitzung”.
Das Motto der Immisitzung – „Jede Jeck is von woanders“ – setzt nicht nur ein Zeichen der Toleranz, sondern steht auch für das einzigartig internationale Ensemble. Schauspieler, Musiker, Tänzer und Puppenspieler aus Griechenland, Brasilien, Russland, Ägypten, Mexiko, den USA und sogar aus Westfalen bringen ein Karnevalsprogramm aus Tanz, Theater, Sketchen und Musik mit Einflüssen aus aller Welt auf die Bühne.
Gegründet wurde die Immisitzung in der Karnevalssession 2009/10 von einem Kollektiv aus Schauspielern, Musikern und Produzenten. Im vergangenen Jahr wurde die Sitzung an elf Terminen im Kölner Bürgerhaus Stollwerck vor insgesamt rund 3500 Zuschauern aufgeführt und ausschnittsweise im Radiosender Funkhaus Europa übertragen. In diesem Jahr gibt es 14 Aufführungen.

